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Die Kängurus hüpfen schon seit zwanzig Millionen Jahren herum
Symbolbild

Die Kängurus hüpfen schon seit zwanzig Millionen Jahren herum

Wann haben die australischen Kängurus eigentlich mit dem Hüpfen begonnen? Wann hat sich diese im Tierreich einzigartige Fortbewegungsmethode entwickelt? Bislang dachte man, dass das vor 10 Millionen Jahren geschah, als die Vorfahren der Kängurus die Bäume verließen.
Schwedische Forscher kommen in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass sich das Hüpfen der Kangurus schon 10 Millionen Jahre früher entwickelte. Sie haben im Nordwesten des australischen Bundesstaates Queensland Fossilien eines Känguru-Vorfahren entdeckt, der vor 20 Millionen Jahren lebte.

Hüpfende Fortbewegung als Folge des Klimawandels

Die Vorfahren der Kängurus lebten auf Bäumen und sahen den heutigen Oppossums ähnlich. Als es vor 10 Millionen Jahren in Australien zu einer gravierenden Klimaveränderung kam, durch die der Baumbestand deutlich abnahm und sich weite Graslandschaften und Wüsten bildeten, sollen die Tiere ihre Bäume verlassen haben und zu Bodenbewohnern geworden sein. So die bisherige Theorie.
Die Fortbewegung des Hüpfens entstand wahrscheinlich, als sich die Vorfahren der Kängurus aufrichteten, um an Früchte auf Bäumen und Büschen zu gelangen. Dabei stellten sie fest, dass das Hüpfen eine effektive Fortbewegungsmethode war, um die großen Distanzen zwischen den noch verbliebenen Waldgebieten zu überbrücken.

Bislang unbekannter Vorfahre der Kängurus

Fossilien eines Känguru-Vorfahren, der vor 20 Millionen Jahren lebte und noch nicht als neue Art definiert wurde, rütteln an dieser Theorie. Wie schwedische Forscher des Naturkundemuseums Stockholm und der Universität Uppsala berichten, haben ihre Untersuchungen ergeben, dass die Zehen und Knöchel dieses bislang unbekannten Känguru-Vorfahren denen heutiger Kängurus stark ähneln. Daher gehen sie davon aus, dass diese Tiere bereits hüpfen konnten.
Sollte das stimmen, dann sind die Vorfahren der Kängurus viel früher zu Bodenbewohnern geworden, als man bislang dachte. Und es kann nicht an den Klimaveränderungen vor 10 Millionen Jahren gelegen haben. Allerdings räumen Wendy Den Boer und ihre Kollegen ein, dass der Klimawandel vor 10 Millionen Jahren dazu beigetragen haben könnte, das Hüpfen als Fortbewegungsmethode weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Massenaussterben durch den Menschen?

Über die frühe Entwicklungsphase der Kängurus ist nur wenig bekannt, denn es gibt nur wenige Fossilien, die im heißen australischen Klima erhalten geblieben sind. Man weiß lediglich, dass alle großen Arten - z.B. Procoptodon und Simosthenurus - vor 50.000 bis 38.000 Jahren ausgestorben sind.
Weil etwa zur gleichen Zeit der moderne Mensch in Australien aufkreuzte, nehmen viele Forscher an, dass der Homo sapiens die großen Kängurus gejagt und ausgerottet hat. Heute gibt es noch 60 Arten, die man 11 verschiedenen Gattungen zuordnet.
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Es wird ja fleißig gearbeitet und viel mikroskopiert, aber es müsste mal wieder einer einen gescheiten Gedanken haben.
Rudolf Virchow

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