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Zellkerne eines 28.000 Jahre alten Mammuts zeigen wieder Aktivität

Zellkerne eines 28.000 Jahre alten Mammuts zeigen wieder Aktivität
Japanischen Forschern ist es gelungen, 28.000 Jahre alte Mammut-Zellkerne zu neuem Leben zu erwecken. Sie haben sie in die Eizelle einer Maus verpflanzt.
Symbolgrafik
REALE SCIENCE FICTION Es scheint nur noch ein kleiner Schritt bis zum Jurassic Park-ähnlichen "Eiszeit-Park" zu sein. Forschern der japanischen Kindai Universität in Osaka ist es erstmals gelungen, Zellkerne eines 28.000 Jahre alten Mammuts zu neuem Leben zu erwecken. Das berichten sie im renommierten Fachmagazin Scientific Reports.
Die Zellkerne, die die japanischen Genetiker für ihr Experiment genutzt haben, stammen von einem 28.000 Jahre alten Mammut, das man tiefgefroren in Sibirien entdeckt hat. Die Forscher haben die "zellkernähnlichen Strukturen", die am besten erhalten waren, mittels Zellkern-Transfer in die Eizelle einer Maus befördert. Und siehe da, die Mammut-Kerne zeigten Aktivität und erwachten zu neuem Leben.

Der Tod ist offenbar nicht das Ende

Die Forscher betonen, dass das Experiment noch kein voller Erfolg war. Sie konnten die Maus-Mammut-Eizelle nicht dazu bringen, sich zu teilen. Aber sie sind optimistisch, dass das mit verbesserter Technologie und besser erhaltenen Zellkernen bald möglich sein wird.
Salopp könnte man sagen: Das Leben endet nicht mehr mit dem Tod. Yuka, ein Teenager-Wollhaarmammut, das man im Jahr 2010 im sibirischen Permafrost gefunden hat und dessen Überreste seither in Moskau ausgestellt werden, könnte bald zu neuem Leben erwachen. Denn anstatt in die Eizelle einer Maus könnte man die Mammut-Zellkerne natürlich auch in die Eizelle eines Elefanten transplantieren - und fertig ist der Mammut-Replikant.

Science Fiction wird Realität

Natürlich sagen die japanischen Forscher, dass das alles noch Zukunftsmusik ist und noch viel Arbeit geleistet werden muss, aber sie glauben eine Plattform geschaffen zu haben, mit der sich die Zellen ausgestorbener Arten zu neuem Leben erwecken lassen.
"Nichts ist unmöglich", lautete einst ein Werbeslogan von Toyota. Das scheint inzwischen auch für die Genetik zu gelten. Denn dass Zellkerne, die seit 28.000 Jahren tot sind, wieder Aktivität zeigen und zu neuem Leben erwachen, hätte man vor einigen Jahren noch als Science Fiction abgetan.
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Steve Jones

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