Startseite Antropus
Menschen. Urmenschen. Hominiden
Forscher. Fossilien. Artefakte
Menübutton
PALÄO NEWS
Die Hälfte des Wassers auf der Erde stammt von erdnahen Asteroiden
Quelle: © Z. Jin and M. Bose / ASU

Die Hälfte des Wassers auf der Erde stammt von erdnahen Asteroiden

Jetzt wissen wir endlich, warum es auf der Erde soviel Wasser und so gewaltige Ozeane gibt. Ungefähr die Hälfte davon ist im Laufe der letzten 4,5 Milliarden Jahre mit einschlagenden Asteroiden auf unseren Planeten gelangt - sagen Forscher der Arizona State University.
Die beiden Astrochemiker Ziliang Jin und Maitrayee Bose (Foto oben) bekamen von der japanischen Weltraumagentur JAXA die Erlaubnis, fünf Gesteinsproben zu untersuchen, die von der japanischen Raumsonde Hayabusa auf dem Asteroiden Itokawa eingesammelt und zur Erde gebracht wurden. Und was die beiden Forscher entdeckt haben, ist eine faustdicke Überraschung.

Asteroid enthält erstaunlich viel Wasser

Wie Ziliang Jin und Maitrayee Bose berichten, waren sie offenbar die ersten, die auf die Idee kamen, im Gestein eines erdnahen Asteroiden nach Wasser zu suchen.
"Als wir beim Hayabusa-Projekt unsere Anfrage stellten, waren die vollkommen überrascht", berichtet Maitrayee Bose. "Keiner hatte bislang nach Wasser gesucht. Und ich bin glücklich, berichten zu können, dass sich unser Verdacht bestätigt hat."
"Wir haben herausgefunden, dass die Proben, die wir untersucht haben, für ein Objekt aus dem inneren Sonnensystem erstaunlich viel Wasser enthalten", ergänzt Ziliang Jin.

Pyroxene, die Wasser speichern können

Als die Forscher die fünf Gesteinsproben vom Asteroiden Itokawa mit einem Nano Sekundärionen-Massenspektrometer (NanoSIMS) untersuchten, fanden sie in zwei Proben Pyroxene. Das sind Mineralien, die auf der Erde Wasser speichern.
Um herauszufinden, ob das auch für Asteroiden gilt, haben die Forscher die Gesteinsproben großem Druck und starker Hitze ausgesetzt. Denn unter diesen Bedingungen stoßen Pyroxene ihr Wasser ab. Und siehe da: Es ward Wasser.
"Die NanoSIMS-Messungen zeigen, dass die Proben unerwartet wasserreich waren", schreiben die beiden Forscher. "Wir vermuten daher, dass selbst scheinbar trockene Asteroiden wie Itokawa mehr Wasser enthalten können, als man bislang vermutete."

Wasserbomben aus dem All

Ziliang Jin und Maitrayee Bose glauben, dass ungefähr die Hälfte des Wassers, das man heute auf der Erde findet, nicht durch vulkanische Prozesse entstanden ist, sondern aus dem All stammt. Immer, wenn Asteroiden wie Itokawa auf der Erde eingeschlagen sind, hatten sie Wasser "an Bord".
Bislang dachte man, dass nur Komenten und Asteroiden des C-Typs, die aus den Randbereichen unseres Sonnensystems kommen, gefrorenes Wasser enthalten können. Doch der Asteroid Itokawa ist nach Ansicht der Forscher der Beweis dafür, dass das auch für erdnahe Asteroiden gilt.
Der Asteroid Itokawa ist nur wenige hundert Meter groß und braucht 565 Tage, um einmal die Sonne zu umkreisen. Dabei kreuzt er regelmäßig die Erdbahn. Itokawa wurde erst im Jahr 1998 entdeckt und nach dem japanischen Weltraumpionier Hideo Itokawa benannt.
Der Urahn von Homo sapiens und Neandertaler lebte vor 800.000 Jahren
Der Homo erectus folgte den Küstenregionen des Roten Meeres
Button Über Charles Darwin und die Evolutionstheorie
Button Wie funktioniert eigentlich Evolution?
Button Fossilien sind seltener als Diamanten
Button Menschen und Hominiden nach Gattung und Art
PALÄO UPDATE
Archäologen-Team entdeckt erste figürliche Kunst auf dem Balkan

EVOLUTION & MEINUNG

Die Überreste unserer Vorfahren beweisen eindeutig, dass wir von Affen abstammen. Jeder einzelne dieser Knochen ist ein stichhaltiger Beleg für die Evolution und reicht allein schon aus, um die Behauptungen der Kreationisten zu entkräften.
Steve Jones

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren

Lucy & Co. sind nicht durch Klimawandel entstanden
PALÄO NEWS
Jeder fünfte Brite litt unter einer schweren Form der Paget-Krankheit
Der neue Ardipithecus ramidus lief ganz anders als die berühmte Ardi
Der heutige Homo sapiens hat sich erst vor 65.000 Jahren entwickelt
Übersicht: Alle neuen Beiträge in chronologischer Reihenfolge »