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Stephen Hawking und die Angst vor dem manipulierten Übermenschen
Foto: © NASA/Paul Alers

Stephen Hawking und die Angst vor dem manipulierten Übermenschen

Im März 2018 ist der bekannte Astrophysiker und Wissenschaftsautor Stephen Hawking gestorben. In Vorbereitung seines letzten Buches "Kurze Antworten auf große Fragen" hat er einige Artikel und Essays verfasst, die jetzt in der britischen Sunday Times erschienen sind. Und in einem dieser Artikel prophezeit er der Menschheit ein düsteres Biotech-Zeitalter.
Die Gen-Technologie wird eine neue Rasse von Übermenschen hervorbringen, prognostiziert Hawking in einem seiner Artikel. Und diese neue Spezies von "Superhumans" wird die normalen Menschen aussterben lassen oder zur Bedeutungslosigkeit verdammen.

Die Reichen werden nicht widerstehen können

Science Fiction? Nicht für Hawking. Er geht davon aus, dass das schon in den nächsten 50 Jahren passiert. Spätestens in 100 Jahren. Denn die Gen-Technologie macht gewaltige Fortschritte. Schon bald wird es möglich sein, Menschen und vor allem ihren Nachwuchs gentechnisch zu verändern.
Auch wenn solche Eingriffe heute moralisch umstritten sind, werden die Reichen der Versuchung nicht widerstehen können, ihre Intelligenz zu verbessern, Krankheitsresistenzen einprogrammiert zu bekommen und länger zu leben, glaubt Hawking. Sie werden sich zu einer neuen Superrasse entwickeln.

Der Mensch designt sich selbst

"Sobald solche Übermenschen auftauchen, wird es bedeutende politische Konflikte geben", schreibt Hawking. "Die nicht verbesserten Menschen werden nicht in der Lage sein, mit ihnen zu konkurrieren. Vermutlich sterben sie aus oder werden unwichtig."
Hawking glaubt, dass sich dieser Prozess nicht aufhalten lässt. Selbst wenn einige Staaten beschließen, solche Gen-Manipulationen zu verbieten, wird es genügend Länder auf der Erde geben, die für Geld beide Augen zudrücken. So wie es heute Steueroasen gibt, wird es Gen-Editing-Oasen geben.
Hawking: "Es wird eine neue Rasse von sich selbst designenden Menschen geben. Und die werden sich mit immer größerer Geschwindkeit verbessern."
Falls sie mehr über Stephen Hawking's letzte Gedanken erfahren möchten: Gerade ist postum sein letztes Buch "Kurze Antworten auf große Fragen" erschienen.
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Die darwinistische Erklärung dafür, warum Lebewesen das, was sie tun, so gut können, ist sehr einfach. Sie sind gut durch die angehäufte Klugheit ihrer Vorfahren.
Richard Dawkins

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