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Forscher des Max Planck Instituts lehren nun auch in Australien

Forscher des Max Planck Instituts lehren nun auch in Australien
Die Universität Queensland hat Dr. Nicole Boivin und Professor Michael Petraglia zu Honorarprofessoren berufen. Sie werden künftig auch in Australien forschen und lehren.
Foto: © MPI, Sven Doering
WISSENS-EXPORT Die deutsche Forschung hat in vielen Bereichen den Anschluss an die Weltspitze verloren. Unsere Dieselautos sind illegale Dreckschleudern, unser Internet langsamer als das in Albanien und die klinische Forschung hinkt weit hinter den USA und asiatischen Staaten hinterher.
Deutlich besser sieht es in den Bereichen Paläogenetik, Archäologie und Anthropologie aus. Hier zählen deutsche Wissenschaftler oder internationale Forscher, die an deutschen Instituten arbeiten, zur Weltspitze. Kein Wunder also, dass die australische Universität von Queensland zwei "deutsche" Forscher nach Down Under berufen hat.

Honorarprofessuren im Australien

Wie das Max Planck Institut mitteilt, hat die Universität Queensland die beiden Archäologen Dr. Nicole Boivin und Professor Michael Petraglia zu Honorarprofessoren berufen. Sie werden künftig nicht nur in Deutschland lehren und forschen, sondern auch in Australien.
Nicole Boivin's archäologische Forschung ist multi-disziplinär und überwindet die traditionelle Trennung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Ihre Forschungsarbeiten in Afrika und Asien gelten als wegweisend. Nicole Boivin's Interesse gilt vor allem den Mustern menschlicher Wanderungsbewegungen und den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt.

Renommierte Forschung made in Germany

Auch der Archäologe Michael Petraglia genießt international einen guten Ruf. Er arbeitet interdisziplinär und nutzt Erkenntnisse aus Anthropologie, Paläontologie, Geographie und Genetik, um die Evolution des Menschen zu erforschen. Petraglia hat Forschungsprojekte in Afrika, Asien und auf der arabischen Halbinsel geleitet und sich intensiv mit dem Zusammenhang von Klimawandel und der Verbreitung von Hominiden beschäftigt.
Michael Petraglia ist Autor oder Co-Autor von neun Büchern und über 150 Fachartikeln. Zu seinen bekannten Arbeiten gehören "The Evolution of Human Populations in Arabia" (2009) und "The Evolution and History of Human Populations in South Asia" (2007).

Kooperation soll weiter ausgebaut werden

Natürlich ist es kein Zufall, dass die beiden Max-Planck-Forscher als Honorarprofessoren nach Australien berufen wurden. Die Abteilung für Archäologie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und die Universität Queensland pflegen schon seit längerem eine enge Kooperation und haben gemeinsam interdisziplinäre archäologische Studien in Afrika und Asien durchgeführt.
Diese Kooperation soll nun weiter ausgebaut werden. Derzeit führen die beiden Forschungseinrichtungen Gespräche über künftige archäologische Forschungen in Afrika und Asien. Außerdem plant man gemeinsame Workshops und den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.
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Es wird ja fleißig gearbeitet und viel mikroskopiert, aber es müsste mal wieder einer einen gescheiten Gedanken haben.
Rudolf Virchow

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