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Forscher: Wir haben das älteste Tsunami-Opfer der Welt entdeckt

Forscher: Wir haben das älteste Tsunami-Opfer der Welt entdeckt
Der Schädel eines Menschen, der vor 6000 Jahren in Papua-Neuguinea gelebt hat. Starb er durch einen Tsunami? Falls ja, dann handelt es sich um das älteste Tsunami-Opfer der Welt.
Foto: © Arthur Durband
PALÄO MONSTERWELLE US-amerikanische und australische Forscher sind davon überzeugt, das älteste Tsunami-Opfer der Welt entdeckt zu haben. Sie haben die Fundschichten, in denen ein 6000 Jahre altes menschliches Fossil gefunden wurde, neu analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass die geologischen Sedimente alle charakteristischen Merkmale eines Tsunamis aufweisen.
Die Sedimentschicht, in der der Schädel steckte, weist erstaunliche Übereinstimmungen mit den Gesteinsschichten auf, die ein Tsunami im Jahr 1998 an gleicher Stelle hinterlassen hat, schreiben James Goff, Mark Golitko und John Terrell im Fachmagazin Plos One.

Original-Fundort noch einmal analysiert

Das menschliche Fossil, um das es geht, wurde bereits im Jahr 1929 auf der Pazifikinsel Papua-Neuguinea ausgegraben. Anfangs dachte man, dass es sich um den Schädel eines Homo erectus handelt. Doch inzwischen weiß man, dass das Fossil von einem modernen Menschen stammt, der vor etwa 6000 Jahren gelebt hat.
James Goff, Mark Golitko und John Terrell von der University of New South Wales, der University of Notre Dame und The Field Museum sind an den Original-Fundort zurückgekehrt, um herauszufinden, wie dieser Mensch damals ums Leben kam. Und dabei haben sie eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

Das älteste Tsunami-Opfer der Welt

Die geologischen Sedimentschichten, in denen der Schädel steckte, und Sedimente, die ein Tsunami im Jahr 1998 am gleichen Küstenstreifen hinterlassen hat, sind praktisch identisch, sagen die Forscher.
"Es hat sich bestätigt, was wir schon lange vermutet haben", sagt Studienleiter James Goff. "Die Bevölkerung in dieser Region wird schon seit Jahrtausenden immer wieder von schweren Überschwemmungen heimgesucht."
"Sollten wir richtig liegen", fügt John Terrell hinzu, "dann handelt es sich um das bislang älteste Tsunami-Opfer der Welt."
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