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Der einzige Anthropologe, der fest an die Existenz von Bigfoot glaubte

Der einzige Anthropologe, der fest an die Existenz von Bigfoot glaubte
Obwohl es seinem wissenschaftlichen Ruf schwer schadete, blieb Professor Grover Krantz bei seiner umstrittenen Bigfoot-Theorie.
Foto: © Robert Hubner, Washington State University
PALÄO HISTORY Grover Krantz war Professor für evolutionäre Anthropologie an der Washington State University. Und bis zu seinem Tod im Jahr 2002 war er fest davon überzeugt, dass der amerikanische Bigfoot kein Fabelwesen ist, sondern wirklich existiert.
Krantz stellte eine interessante Theorie auf. Bei Bigfoot soll es sich um einen asiatischen Riesenaffen handeln, der vor 300.000 Jahren über die Beringstraße zwischen Sibirien und Alaska nach Nordamerika gelangt ist und dort bis heute überlebt hat.

Ein amerikanischer Verwandter des Gigantopithcus

Bigfoot, Yeti, Alma, Yeren ... Seriöse Anthropologen beschäftigen sich nicht mit sogenannten Kryptiden, also wissenschaftlich nicht nachweisbaren humanoiden Fabelwesen. Roger Krantz war da eine absolute Ausnahme. Er war fest davon überzeugt, dass der Bigfoot existiert und vom asiatischen Riesenaffen Gigantopithecus abstammt.
Als Krantz mit seiner Bigfoot-Forschung begann, war er bereits ein renommierter Professor für biologische Anthropologie. Er hatte mehrere Bücher und zahlreiche Fachartikel über Homo erectus, die Neandertaler und altsteinzeitliche Werkzeug-Technologien veröffentlicht. Außerdem konnte er nachweisen, dass der Ramapithecus kein Hominide und damit kein Vorfahre des Menschen war, sondern nur ein ausgestorbener Menschenaffe. Krantz genoss damals einen tadellosen Ruf.

Ein angesehener Professor wird zum Außenseiter

All das setzte Krantz aufs Spiel, als er begann, Bigfoot-Forschung zu betreiben. Seine wissenschaftlichen Fachartikel zu diesem Thema wurden von den großen Wissenschafts-Magazinen allesamt abgelehnt und nie veröffentlicht. Seine Kollegen spotteten. Und sein Versuch, den Bigfoot als neue Spezies auszuweisen, wurde von der Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur abgelehnt.
Doch Krantz blieb seiner Idee treu. Er schrieb fünf Bücher über den Bigfoot - die veröffentlicht wurden - und trat häufig im US-Fernsehen auf, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Bigfoot existierte und ein riesiger Menschenaffe war, der auf dem gleichen Weg nach Nordamerika gelangt war wie 280.000 Jahre später der moderne Mensch Homo sapiens.

Gigantopithecus gab es. Den Bigfoot auch?

Grover Krantz war nach jahrelangen Forschungen zu dem Ergebnis gekommen, dass der amerikanische Bigfoot vom asiatischen Giganthopithcus blacki abstammt. Dabei handelt es sich um einen drei Meter großen und 500 Kilogramm schweren Menschenaffen, der bis vor 100.000 Jahren in Ostasien gelebt hat und dessen Existenz durch zahlreiche Zahn- und Kieferfossilien aus China, Pakistan und Indien belegt ist.
Krantz war der einzige seriöse Forscher, der es jemals gewagt hat, sich öffentlich mit dem Bigfoot-Phänomen zu beschäftigen. Doch seine Kollegen konnte er nie überzeugen. Und so heißt es in einem Nachruf der Washington State University: "Trotz weit verbreiteter Kritik und der Beschädigung seines professionellen Rufs hielt Grover an den von ihm gesammelten wissenschaftlichen Beweisen und Methoden fest, mit denen er die Existenz von Bigfoot unterstützte."
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Christian Morgenstern

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