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Die Bausteine des Lebens verdanken wir einer gewaltigen Kollision
Foto: © Jeff Fitlow, Rice University

Die Bausteine des Lebens verdanken wir einer gewaltigen Kollision

Wie ist das Leben entstanden - oder auf die Erde gelangt? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten. Forscher der amerikanischen Rice Universität kommen nach Hochtemperatur- und Hochdruck-Experimenten in einem Speziallabor zu überraschenden Ergebnissen.
Alle Stoffe, die für die Entstehung von Leben erforderlich sind (Kohlenstoff, Stickstoff, andere flüchtige Elemente), sind vor 4,4 Milliarden Jahren in den Erdmantel gelangt, als unser Planet mit einem anderen großen Himmelskörper kollidierte, sagen Damanveer Grewal und seine Kollegen Gelu Costin, Chenguang Sun, Rajdeep Dasgupta and Kyusei Tsuno (Foto).
Damals ist nicht nur unser einzigartiger, weil "übergroßer" Mond entstanden, sondern auch alle flüchtigen Elemente in der Erdkruste, die für die Entstehung von Leben notwendig sind. Von sich aus hätte unser Planet diese Stoffe niemals produziert, so die Forscher. Das haben die Hochdruck-Simulationen gezeigt.

Kollision mit einem großen Himmelskörper

"Unsere Experimente belegen, dass die Erde allein nicht alle Bausteine hervorgebracht hätte, die notwendig waren, um die Biosphäre, Atmosphäre und Hydrosphäre unseres Planeten zu erzeugen", sagt Rajdeep Dasgupta, der an der Studie beteiligt war.
Dasgupta weiter: "Unsere Studie legt nahe, dass ein felsiger, erdähnlicher Planet wie die Erde größere Chancen hat, die lebenswichtigen Elemente hervorzubringen, wenn sich seine Oberfläche durch gigantische Einschläge mit der Oberfläche anderer Planeten vermischt."
Eine große Rolle hat wahrscheinlich gespielt, dass der Planet, der vor 4,4 Milliarden Jahren mit der Erde kollidierte, einen Kern aus Schwefel besaß, sagen die Forscher. Denn überall dort, wo man auf unserem Planeten Kohlenstoff und Stickstoff findet, lässt sich auch Schwefel nachweisen.

Die Bausteine des Lebens kamen aus dem All

Ältere Studien kamen bislang zu dem Ergebnis, dass die Bausteine des Lebens nach und nach und über Jahrmillionen auf die Erde gelangt sind, weil immer wieder kleinere Himmelskörper auf der Erdoberfläche eingeschlagen sind. Dadurch sollen sich in der Erdkruste all jene Elemente angesammelt haben, die später für die Entstehung von Leben erforderlich waren.
Die Forscher der Rice Universität gehen von einem einzigen großen Ereignis aus, das zu diesem Effekt führte. Und das war die gewaltige Kollision, die vor 4,4 Milliarden Jahren stattfand und u.a. zur Entstehung unseres Mondes führte.
Einig sind sich die Forscher allerdings in einem Punkt: Die Bausteine des Lebens sind nicht allein auf der Erde entstanden, sondern viele von ihnen kamen aus den Tiefen des Alls.
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Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht. Aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.
Ernest Kahane

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