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Yuval Noah Harari und sein Blick in die Zukunft des 21. Jahrhunderts

Yuval Noah Harari und sein Blick in die Zukunft des 21. Jahrhunderts
Yuval Noah Harari ist der populärste Historiker der Gegenwart. All seine Bücher waren bislang Bestseller. Aber kann der Mann wirklich in die Zukunft schauen?
Foto: © Yuval Noah Harari, CC BY 3.0 Lizenz
Professor Yuval Noah Harari von der Hebräischen Universität in Jerusalem ist der hippste Historiker, den es zurzeit gibt. Sein Lieblingsthema ist die Zukunft der Menschheit. Und seine Bücher, die er darüber geschrieben hat (Eine kurze Geschichte der Menschheit, Homo Deus) waren internationale Bestseller und wurden in 50 Sprachen übersetzt.
Nun hat der israelische Vorausdenker ein neues Buch geschrieben. Es trägt den hippen Titel "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert". Und anlässlich einer Promotiontour für sein neues Werk gab er dem Online-Portal T-Online ein interessantes Interview.

Supermenschen und die totale Überwachung

Wohin wird sich die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Harari hält zwei Szenarien für möglich. Eines ist düster und deprimierend, das andere verspricht eine rosige Zukunft.
In der düsteren Variante wird sich die Menschheit in zwei "biologische Kasten" aufspalten. Da wird es eine nutzlose Klasse geben, die ihre Arbeitsplätze an intelligente Roboter und schlaue Algorithmen verloren hat, arm und ohne wirtschaftlichen Wert ist und politisch keine Macht mehr besitzt. Parallel dazu wird sich eine kleine Elite von Supermenschen entwickeln, die sich gentechnisch optimieren lässt, ungeheuer reich ist und die Welt beherrscht.
Opposition oder gar Widerstand wird es in dieser Zukunft nicht mehr geben, so Harari. Durch biometrische Sensoren wird ein totales Überwachungssystem entstehen, das den Verstand und das Gefühlsleben aller Menschen durchleuchtet.

Vielleicht wird ja auch alles gut

Deutlich positiver sieht Harari's zweite Zukunft aus. Der Mensch wird die neuen Technologien nutzen, um Millionen Menschen von harter Arbeit zu befreien. Jeder Mensch wird eine finanzielle Grundversorgung bekommen, denn das Geld verdienen jetzt Roboter und Computer, und die Einnahmen werden gerecht verteilt. Die Segnungen der Gentechnik kommen nicht nur einer kleinen Elite zugute, sondern werden dazu genutzt, Krankheiten auszumerzen.
Und welche Variante der Zukunft ist wahrscheinlicher? Das hängt davon ab, wie sich das Verhältnis der Staaten untereinander entwickelt, glaubt Harari. Schließlich sind alle heutigen und zukünftigen Probleme globaler Natur. Wenn zum Beispiel die Europäische Union beschließt, gentechnisch erschaffene Supermenschen zu verbieten, dann bringt das rein gar nichts, wenn China und die USA es erlauben.
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