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Neue Menschenarten, wenn das Erdmagnetfeld den Geist aufgibt?

Neue Menschenarten, wenn das Erdmagnetfeld den Geist aufgibt?
Hat die nächste Polumkehr bereits begonnen? Und wenn ja, wie wird sie den Menschen genetisch verändern?
Symbolbild
Der Nordpol taumelt hin und her und das Erdmagnetfeld schwächelt. Viele Wissenschaftler deuten das als Anzeichen, dass ein sogenannter Polsprung ansteht. Und wenn das passiert, könnte sich der Mensch (ein weiteres mal) grundlegend verändern.
Keine Sorge. Der Mensch wird nicht aussterben. Den letzten Polsprung gab es vor 780.000 Jahren und der Homo erectus hat ihn überlebt. Aber möglicherweise hat er sich damals verändert. Denn jede Polumkehr führt zu einer deutlich erhöhten UV-Strahlung. Und die kann Mutationen im Erbgut auslösen und das Klima verändern.

Das Erdmagnetfeld bricht zusammen

Polsprünge gibt es etwa alle 500.000 Jahre. Das Erdmagnetfeld wird schwächer, bricht dann für längere Zeit zusammen und baut sich anschließend neu auf. Allerdings spiegelsymmetrisch. Der magnetische Nordpol wird zum magnetischen Südpol und umgekehrt. Man bezeichnet das auch als "völlige Polumkehr".
Problematisch sind die Jahrhunderte oder Jahrtausende (die Forscher sind sich da nicht so ganz sicher), in denen das Erdmagnetfeld komplett zusammenbricht. In dieser Zeit gibt es nur wenig Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne. Und die verändert nicht nur das Klima, sondern führt auch zu mehr Mutationen im Erbgut von Lebewesen.

Genetischer Kick für die Evolution

Und nun kommen wir zum spekulativen Teil dieses Artikels. Der letzte Polsprung ereignete sich vor 780.000 Jahren. Und schaut man sich den Fossilbestand der nächsten 200.000 Jahre an, dann tauchen fast überall auf der Erde neue Menschenformen auf.
In China gab es plötzlich den Homo pekinensis (ältestes Fossil 700.000 Jahre), in Indonesien tummelten sich die ersten kleinwüchsigen Vertreter von Homo floresiensis (700.000) und in Europa breitete sich der Homo heidelbergensis (600.000) aus. Und all diese "neuen" Menschen unterscheiden sich morphologisch deutlich von älteren Homo erectus-Fossilien aus Afrika und Asien.
Neue Genanalysen kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass der letzte gemeinsame Vorfahre von Homo sapiens und Neandertaler in der Zeit vor 765.000 bis 550.000 Jahren gelebt haben muss. Das heißt, auch die Aufspaltung in moderner Mensch und Neandertaler hat in den 200.000 Jahren nach dem letzten Polsprung stattgefunden.

Neue Menschenarten durch mehr Mutationen

Alles Zufall? Mag sein. Aber genauso gut ist möglich, dass das Zusammenbrechen des Erdmagnetfeldes der Evolution des Menschen einen ordentlich "Kick" verpasst hat. Die ungefilterte UV-Strahlung während der Polumkehr könnte zu Millionen Mutationen im menschlichen Erbgut geführt haben. Und daraus entwickelten sich dann neue Menschenarten.
Sollte das stimmen, dann stehen der Menschheit unruhige Zeiten ins Haus. Denn der nächste Polsprung ist längst überfällig - oder bereits im Gange. Und diese Polumkehr wird nicht nur das Klima verändern, sondern auch das Erbgut des Homo sapiens. Gut möglich, dass unsere Ur-Urenkel sieben Finger und drei Augen haben werden. Für Facebook und Counter Strike wäre das wahrscheinlich sehr hilfreich.
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