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Was die Evolutionstheorie braucht, ist ein Typ wie George Clooney

Was die Evolutionstheorie braucht, ist ein Typ wie George Clooney
Die Zustimmung zur Evolutionstheorie wäre größer, wenn sich Prominente wie George Clooney öffentlich dafür einsetzen würden, sagen kanadische Forscher.
PROMI HILF! In den USA gibt es viele bedeutende Forschungseinrichtungen. Doch Darwin's Evolutionstheorie hat es in der Bevölkerung schwer. Nur noch 65 Prozent der US-Amerikaner glauben, dass der Mensch durch Evolution entstanden ist. Jeder Dritte lehnt die Evolutiontheorie ab - Tendenz steigend.
Wissenschaftler der Nipissing University im kanadischen Ontario glauben herausgefunden zu haben, woran das liegt. Der Evolutionstheorie fehlt es an prominenten Unterstützern, schreiben die Forscher in einer neuen Studie, die im Fachmagazin Evolutionary Psychology veröffentlicht wurde.

Mehrere Testreihen mit College-Studenten

Dr. Steven Arnocky und sein Team haben ein interessantes Experiment durchgeführt. Sie präsentierten 360 College-Studenten verschiedene Artikel über die Evolutionstheorie. Einige hatten einen kritischen Tenor, andere waren positiv, wieder andere neutral.
Der Clou der Studie: Die meisten Artikel stammten von (fiktiven) Wissenschaftlern. Doch einige Beiträge kamen im Gewand einer (erfundenen) Buch-Rezension daher, die Hollywood-Star George Clooney geschrieben hatte. Und darin äußerte er sich mal positiv, mal negativ, mal neutral über die Evolutionstheorie.

Clooney's Meinung hat großen Einfluss

Nachdem die verschiedenen Studentengruppen die unterschiedlichen Artikel gelesen hatten, untersuchten die Forscher, ob und wie sich ihre Einstellung zur Evolutionstheorie verändert hatte. Und dabei machten sie eine überraschende Entdeckung.
Die Artikel der Wissenschaftler hatten praktisch null Einfluss - weder im negativen noch im positiven Sinne. Doch die erfundenen Buch-Rezensionen von George Clooney zeigten Wirkung. Wenn sich Clooney positiv über die Evolutiontheore äußerte, veränderte sich die Einstellung der Studienteilnehmer zur Evolutionstheorie im positiven Sinne. Fiel seine Bewertung negativ aus, dann sank ihre Zustimmung zur Evolutionstheorie.
Um herauszufinden, ob das auch mit Frauen funktioniert, starteten die Forscher eine zweite Testreihe mit der bekannten Schauspielerin Emma Watson. Und das führte zum gleichen Ergebnis wie bei George Clooney. Die Meinung von prominenten Frauen wird also ähnlich hoch bewertet wie die von Männern.

Es müsste mehr Schauspieler wie Harrison Ford geben

Schauspieler und Prominente haben großen Einfluss auf die Meinungsbildung in der Bevölkerung, schreiben Dr. Steven Arnocky und seine Kollegen. Sowohl im positiven wie im negativen Sinne.
Als positives Beispiel nennen sie "Indiana Jones" Harrison Ford, der sich seit einigen Jahren aktiv für den Klimaschutz einsetzt. Seine öffentlichen Auftritte ("Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und den Klimaleugnern in den Arsch treten") haben große Wirkung.
Zum gegenteiligen Effekt kommt es, wenn sich Prominente wie Justin Bieber oder Jim Carrey in den Medien über die Wissenschaft lustig machen, so die kanadischen Forscher. Der Image-Schaden ist beträchtlich.
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EVOLUTION & MEINUNG

Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.
Erich Kästner

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