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Unterwasser-Archäologen entdecken das älteste Schiffswrack der Welt
Foto: © Black Sea Maritime Archaeology Project

Unterwasser-Archäologen entdecken das älteste Schiffswrack der Welt

Forscher des "Black Sea Maritime Archaeology Project" haben auf dem Grund des Schwarzen Meeres das älteste vollständig erhaltene Schiffswrack der Welt entdeckt. Es handelt sich um ein 2400 Jahre altes Handelsschiff der Griechen, wie man es bislang nur von antiken Vasenmalereien kennt.
Die Forscher haben das Wrack in über 2000 Metern Tiefe mit einem ferngesteuerten U-Boot entdeckt. Da das Wasser in dieser Tiefe keinen Sauerstoff mehr enthält, zerfällt auch biologisches Material wie Holz sehr langsam. Und so kann man auf den Bildern, die die Forscher geschossen haben, noch deutlich die Ruder, die Ruderbänke und den Mast erkennen.
Studienleiter Professor Jon Adams: "Ein intaktes Schiff aus der klassischen Welt zu finden, hätte ich nicht für möglich gehalten. Dieser Fund wird unser Verständnis über den Schiffbau und die Seefahrt der Antike verändern."

Das Schiffswrack ist wahrscheinlich 2400 Jahre alt

Das etwa 23 Meter lange Schiff wurde nach Ansicht der Forscher von etwa 15 bis 25 Mann bedient und ist in einem Sturm gesunken. Möglicherweise befinden sich die Überreste der Besatzung noch in den umliegenden Sedimentschichten. Aber es dürfte nahezu unmöglich sein, die Fossilien in 2000 Metern Tiefe zu finden und zu bergen.
Zurzeit gibt es keine Pläne, das Schiffswrack zu heben. Das wäre enorm aufwändig und viel zu teuer. Und so ist man auf ferngesteuerte U-Boote und ihre Gerätschaften angewiesen, um das antike Schiff zu erforschen. Immerhin ist es bereits gelungen, eine Holzprobe zu entnehmen und eine C-14-Datierung vorzunehmen. Danach ist das Schiff etwa 2400 Jahre alt.

Mutig aufs offene Meer hinausgesegelt

Allein der Fundort verrät nach Ansicht des Forscherteams schon viel über die damalige Zeit. Denn dass man das Schiffswrack 80 Kilometer vor der bulgarischen Küste gefunden hat, widerlegt die bisherige Annahme, dass die Handelsschiffe der damaligen Zeit ausschließlich dicht vor den Küsten manövrierten und sich nicht aufs offene Meer hinauswagten.
Professor Adams: "Die antiken Seefahrer scheinen nicht ängstlich von Hafen zu Hafen gefahren zu sein, sondern sind mutig aufs offene blaue Meer hinausgesegelt."
Seinen Heimathafen hatte das antike Handelsschiff wahrscheinlich an der bulgarischen Küste, wo die Griechen damals mehrere Handesstationen unterhielten.
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