ANTROPUS
DER WEBLOG über die Evolution des Menschen
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DIE VORFAHREN DES MENSCHEN

Die Evolution des Menschen begann vor sieben Millionen Jahren

Vorfahren des Menschen
Foto: © Ramuck
Der Mensch und die heutigen Menschenaffen (Gorilla, Orang-Utan, Schimpanse) stammen von archaischen Menschenaffen ab, die sich vor 20 Millionen Jahren in Afrika entwickelt haben. Wer ihr gemeinsamer Vorfahre war, ist noch nicht geklärt (möglicherweise ein Affe namens Proconsul). Fest steht nur: Einer dieser archaischen Menschenaffen stellte sich irgendwann auf seine Hinterbeine und wurde zum ersten Hominiden.
Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Menschen vollzog sich (wahrscheinlich) vor 7 Millionen Jahren. Damals stellten sich einige dieser ursprünglichen Menschenaffen auf ihre Hinterbeine und entwickelten den aufrechten Gang. Fossilfunde, die das belegen, sind der Sahelanthropus tchadensis, der Orrorin tugenensis und der Ardipithecus. Ob sie zu den direkten Vorfahren des Menschen gehören, wird noch kontrovers diskutiert. Man bezeichnet diese aufrecht gehenden Menschenaffen als Hominiden (nach einer anderen Systematik auch als Hominini).

Der Australopithecus besiedelt Ost- und Südafrika

Vor 4,2 Millionen Jahren tauchte ein weiterer aufrecht gehender Hominide auf, den die meisten Paläoanthropologen für den direkten Vorfahren des Menschen halten. Man nennt diese Gattung Australopithecus. Fossilfunde belegen, dass es mehrere Arten gab, die damals in Ost- und Südafrika weit verbreitet waren.
Die meisten Forscher glauben, dass sich der Mensch aus einem Australopithecus entwickelt hat. Allerdings ist umstritten, welche Australopithecus-Art das war. Heiße Kandidaten für den Titel "Vorfahre des Menschen" sind der Australopithecus afarensis, der Australopithecus africanus und der Australopithecus sediba.

Homo erectus - Der Affe wird zum Menschen

Vor etwa 2 Millionen Jahren starben die letzten Australopithecinen aus. Das deckt sich ziemlich exakt mit dem Auftauchen des ersten "richtigen" Menschen, den man als Homo erectus bezeichnet. Viele Forscher nehmen an, dass der Homo erectus den Australopithecinen vor allem geistig klar überlegen war (doppelt so großes Gehirn) und ihnen Nahrung und Lebensraum streitig machte, was schließlich zu deren Verschwinden führte.

Zusammenfassung

Kurz und knapp kann man sagen: Vor 20 Millionen Jahren entwickelten sich in Afrika die ersten Menschenaffen. Vor 12 Millionen Jahren entstand die Linie der Orang-Utans, vor 9 Millionen Jahren die Linie der Gorillas und vor 6 Millionen Jahren trennten sich auch die Linien der Schimpansen und der Vorfahren des Menschen. Und einer dieser Hominiden machte vor 2 Millionen Jahren den entscheidenden Entwicklungsschritt zum Menschen. Doch der Dschungel dieser Zeit bleibt nebulös.
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