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Der Hund ist treu und ergeben. Aber sonderlich intelligent ist er nicht

Der Hund ist treu und ergeben. Aber sonderlich intelligent ist er nicht
Viele Hundebesitzer halten ihren Liebling für überaus intelligent. Doch das stimmt nicht. Hunde sind nicht schlauer als andere Haustiere oder Bären.
Symbolbild
Sorry, aber ihr Hund ist nicht annähernd so schlau, wie sie glauben. So steht es jedenfalls in einer neuen Studie, die Wissenschaftler der britischen Universität Exeter und der Canterbury Christ Church University veröffentlicht haben. Danach sind Hunde, was die Intelligenz betriff, im Tierreich allenfalls Durchschnitt.
Vergleicht man die Intelligenz von Hunden mit anderen Haustieren, Rudeltieren und Carnivoren (Wölfe, Bären, Löwen, Hyänen), dann schneidet der Hund in Punkto Cleverness allenfalls mittelmäßig ab, sagen die britischen Forscher.

War das schon ein Hund oder noch ein Wolf?

Der Hund war das erste Tier, das der Mensch domestiziert hat. Wann der Homo sapiens den ersten Wolf zähmte und bei sich aufnahm, ist allerdings unklar. Einige Forscher glauben, dass das erst vor 15.000 Jahren geschah (Fossilfund aus Deutschland), andere verorten die Geburtsstunde des Hundes in die Zeit vor 36.000 Jahren (Fossilfund aus Belgien).
Eine klare Antwort auf diese Frage steht noch aus, denn der anatomische Übergang vom wilden Wolf zum gezähmten Hund vollzog sich in vielen kleinen Schritten. Und es ist überaus schwer, eine morphologisch klare Grenzlinie zwischen Wolfs- und Hundfossilien zu ziehen.
Doch wie auch immer, bislang nahm man an, dass der moderne Mensch Homo sapiens den Hund bei sich aufgenommen hat, weil es sich um ein besonders gelehriges und schlaues Tier handelte, das in vielerlei Hinsicht nützlich war. Doch das ist offenbar ein Irrtum.

Die Intelligenz der Hunde ist nicht sehr beeindruckend

Die britischen Forscher haben eine sogenannte Metastudie durchgeführt. Das heißt, sie haben 300 bereits bestehende Studien, die sich mit der Intelligenz von Tieren beschäftgt haben, ausgewertet, um herauszufinden, wie der Hund dabei abgeschnitten hat. Und die Ergebnisse dürften für Hunde-Fans ernüchternd sein.
Dr. Britta Osthaus von der Canterbury Christ Church University: "Berücksichtigt man alle drei Gruppen - sonstige Haustiere, Rudeltiere, Fleischfresser - dann sind die geistigen Fähigkeiten von Hunden nicht sonderlich beeindruckend."

Studien von Hundefreunden

Bemerkenswert: Die britischen Forscher sind auf Studien gestoßen, die dem Hund eine ähnlich hohe Intelligenz bescheinigt haben wie dem Schimpansen. Allerdings scheint die Methodik dieser Untersuchungen fragwürdig. Die Forscher haben sich nämlich die wenigen Testreihen herausgepickt, bei denen ein Hund besser abschnitt als ein Schimpanse.
"Es gab in jedem dieser Fälle andere Tierarten, die noch besser abgeschnitten haben als die Hunde", sagt Professor Stephen Lea von der University of Exeter. "Man hat wirklich den Eindruck, dass da jemand auf Biegen und Brechen beweisen wollte, wie clever Hunde sind."

Hunde sind allenfalls Mittelmaß

Fazit der Forscher: Hunde sind, was die Intelligenz betrifft, im Tierreich allenfalls Durchschnitt. Und deshalb ist es erstaunlich, dass sich der Homo sapiens ausgerechnet den Hund ausgesucht hat, um ihn zu domestizieren und in seine Lebensgemeinschaften zu integrieren.
Der nächste lebende Verwandte des Hundes ist übrigens der amerikanische Grey Wolf. Das haben Gen-Analysen ergeben. Allerdings ist diese Verwandtschaft nicht sehr eng. Der Hund stammt von einer Wolfsart ab, die schon vor langer Zeit ausgestorben ist. Diese Wölfe scheinen im Gegensatz zu den Hunden keinen intelligenten Partner gefunden zu haben, der ihr Überleben sicherte.
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Darwin konsequent gedacht. Vielleicht stammt ja der Affe vom Menschen ab.
Paulus Terwitte

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