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Der afrikanische Homo sapiens erobert ein weiteres Mal die Erde

Der afrikanische Homo sapiens erobert ein weiteres Mal die Erde
Weltweit sinken die Geburtenraten. Nur Afrika entwickelt sich gegen den Trend. Dadurch wird sich die Menschheit grundlegend verändern.
Symbolbild
WIR SIND MEHR Die meisten Top-Wissenschaftler sind sich einig: Wenn wir die Überbevölkerung nicht in den Griff bekommen, dann geht die Menschheit düsteren Zeiten entgegen. Doch nun gibt es Hoffnung. Zum ersten mal seit Jahrzehnten ist die weltweite Geburtenrate gesunken. Allerdings gibt es einen Kontinent, der deutlich aus der Statistik fällt.
Professor Christopher Murray von der Universität Washington und seine Kollegen haben die globalen Geburtenraten von 1950 bis 2017 analysiert. Dabei stellten sie fest, dass die Geburtenrate zum ersten Mal seit Jahren wieder gesunken ist. Auf 2,4 Kinder pro Frau. Doch Jubelstürme sind nicht angebracht. Zu unterschiedlich sind die Zahlen auf den verschiedenen Kontinenten.

Wenig Europäer, extrem viele Afrikaner

Im Jahr 1950 bekam jede Frau auf der Welt durchschnittlich 4,7 Kinder. 2017 waren es nur noch 2,4. Das ist positiv. Doch solche statistischen Mittelwerte erzählen nur die halbe Wahrheit. Denn während die Geburtenraten in etwa der Hälfte aller Länder deutlich gesunken sind, steigen sie woanders weiter an.
In Deutschland zum Beispiel bekommt jede Frau statistisch gesehen 1,6 Kinder. In Großbritannien sind es 1,7. Und auf Zypern sind praktisch alle Kinder Einzelkinder - Geburtenrate 1.0. Auch in Asien (2,1) und Lateinamerika (2,1) halten sich die Geburtenraten in Grenzen.
Ganz anders sieht es in Afrika aus. Dort lag die Geburtenrate im Jahr 2017 bei 4,6 Kindern. Und Staaten wie der westafrikanische Niger schlagen alle Rekorde. Dort bringt jede Frau durchschnittlich 7 Kinder zur Welt.

Die Welt wird wieder afrikanisch

Diese ungleiche Verteilung der Geburtenraten wird an beiden Enden der Skala zu erheblichen Problemen führen, prognostizieren die US-Forscher. Einige Gesellschaften werden total überaltern, was ihre soziale und ökonomische Existenz gefährdet. Andere werden weiter unkontrolliert wachsen und Probleme haben, diese Menschenmassen zu versorgen.
Statistisch gesehen sieht es also gar nicht so schlecht aus. Sollte die weltweite Geburtenrate unter 2,1 Kinder pro Frau sinken - aktuell sind es 2,4 Kinder - dann kommt das Bevölkerungswachstum zum Stillstand. Das wäre gut für unseren Planeten und würde uns Zeit verschaffen, etwas gegen den Klimawandel und den globalen Hunger zu unternehmen, sagen die US-Forscher.
Allerdings wird sich die Zusammensetzung der Weltbevölkerung gravierend verändern. Es wird immer weniger Europäer, Südamerikaner und Asiaten geben, dafür umso mehr Afrikaner. Der afrikanische Homo sapiens erobert ein weiteres Mal die Erde. Wahrscheinlich wird es den heutigen Europäern ähnlich ergehen, wie einst dem Cro Magnon Menschen, der vor 12.000 Jahren ausstarb, als weitere Jäger und Sammler von Afrika nach Europa strömten. Und wenn nicht alles täuscht, waren wir das.
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EVOLUTION & MEINUNG

Wir alle sind nur eine weiterentwickelte Art von Affen, auf einem unbedeutenden Planeten eines sehr durchschnittlichen Sterns.
Stephen Hawking

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