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Der Schädel des Homo sapiens ist erst vor 35.000 Jahren entstanden

Der Schädel des Homo sapiens ist erst vor 35.000 Jahren entstanden
Der aufgewölbte hohe Schädel eines Homo sapiens. Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass er erst vor 35.000 Jahren entstanden ist.
Foto: © MPI EVA, Neubauer, Gunz, CC-BY-SA 4.0 Lizenz
Der hohe runde Schädel ist ein markantes Merkmal des modernen Menschen Homo sapiens, das ihn von allen anderen Menschenarten unterscheidet. Homo erectus und der Neandertaler hatten deutlich flachere, langgezogene Schädel. Doch wann ist der "moderne" Schädel entstanden?

Schädelvergleich mehrer Menschenformen

Erst sehr spät, vor etwa 35.000 Jahren, sagen Forscher des Max Planck Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Sie haben virtuelle Schädel-Rekonstruktionen zahlreicher früher Vertreter von Homo sapiens angefertigt und miteinander verglichen.
Dabei stellten sie fest, dass alle modernen Menschen, die vor mehr als 35.000 Jahren gelebt haben, noch relativ flache Gehirnschädel besaßen. Der moderne hohe Schädel, wie ihn heutige Menschen besitzen, ist also noch relativ jung.

Neuorganisation des Gehirns?

Simon Neubauer, der an der Studie beteiligt war, erklärt: "Wir wussten bereits, dass sich die Gehirnform innerhalb unserer eigenen Spezies entwickelt haben muss, waren aber überrascht, wie spät im Laufe der Evolution diese Veränderungen der Gehirnorganisation den heutigen Zustand erreicht haben."
Die modernen Menschen der Art Homo sapiens, die vor über 100.000 Jahren in Afrika gelebt haben, sahen also noch anders aus als heutige Menschen. Ihr Gehirnschädel ähnelte noch dem des Urmenschen Homo erectus oder dem eines Neandertalers.
Was schließen wir daraus? Nun ja, vieles deutet darauf hin, dass sich der Homo sapiens auf seiner langen Reise von Afrika nach Europa und Asien verändert hat. Er entwickelte neue Werkzeuge und Waffen und begann Kunst-Objekte herzustellen. Möglicherweise ging das mit einer Neustrukturierung seines Gehirns einher, was zu einer neuen Schädelform führte.
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