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Aua! Zahnschmerzen gibt es schon seit 2,5 Millionen Jahren

Aua! Zahnschmerzen gibt es schon seit 2,5 Millionen Jahren
Fossile Zähne eines Australopithecus africanus. Man sieht deutlich, dass er Zahnprobleme und wahrscheinlich auch Schmerzen hatte.
Foto: © Ian Towle
Schon der Vormensch Australopithecus africanus litt unter Zahnschmerzen. Und das, obwohl sich die Lebensweise und die Ernährung dieses aufrecht gehenden Hominiden deutlich von der heutiger Menschen unterschieden. Wie es aussieht, sind schlechte Zähne keine reine Zivilisationskrankheit.
Wie Ian Towle von der John Moores Universität Liverpool im Wissenschaftsportal "The Conversation" berichtet, haben er und seine Kollegen in den Zähnen eines 2,5 Millionen Jahre alten Australopithecus africanus Zahnläsionen (krankhafte Veränderungen) entdeckt, die denen des heutigen Menschen erstaunlich ähnlich sind.

Deutlich sichtbare Schäden

Bislang ging man davon aus, dass Karies, Parodontose und Zahnschmerzen durch unsere moderne Lebensweise entstehen. Schuld daran sind u.a. kohlensäurehaltige Getränke, süße Fruchtsäfte, Alkohol und säurehaltige Speisen sowie falsches Zähneputzen. Doch wie es aussieht, gibt es Zahnprobleme schon seit mindestens 2,5 Millionen Jahren.
Towle und seine Kollegen glauben, dass der Australopithecus, dessen fossile Zähne sie untersucht haben, unter Zahnschmerzen litt. Darauf deuten die Größe und die Schäden hin, die sie entdeckt haben. Und sie stellten sich die Frage: "Warum hatte dieser prähistorische Hominine Zahnprobleme?" Schließlich hat er sich ganz anders ernährt als heutige Menschen.

Die Pflanzensäure greift den Zahn an

Die Antwort der Forscher ist einfach und schlüssig. Durch das Verzehren von zähen und hartfaserigen Pflanzen kam es beim Australopithecus africanus zu Zahnabschürfungen. Und in die drangen säurehaltige Substanzen ein, die er mit Zitrusfrüchten und Pflanzenknollen zu sich nahm. Und das hatte einen ähnlich verheerenden Effekt wie der Konsum von Cola und Fruchtsäften.
Bislang gibt es nur wenige Berichte über Zahnerosionen im Fossilbestand, so die Forscher. Aber das liegt ihrer Meinung nicht daran, dass diese Zahnerkrankungen selten waren, sondern dass man solchen Zahnschäden bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat.
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