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Litt Charles Darwin schon in jungen Jahren unter einer Zecken-Borreliose?

Litt Charles Darwin schon in jungen Jahren unter einer Zecken-Borreliose?
Charles Darwin war den Großteil seines Lebens krank. Litt er unter einer Tropenkrankheit? Oder unter einer Borreliose, die er sich schon in jungen Jahren zugezogen hatte?
Der junge Charles Darwin
ZECKENALARM Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, litt in der zweiten Hälfte seines Lebens unter zahlreichen Krankheitssymptomen - Durchfall, Schwindel, Übelkeit, Muskelschmerzen. Das belegen seine Tagebücher und Briefe. Lange dachte man, dass er sich während seiner mehrjährigen Südamerika-Reise mit der HMS Beagle eine Tropenkrankheit eingefangen hatte. Doch niederländische Forscher kommen zu einem anderen Ergebnis.
Darwin litt unter der Lyme-Borreliose, sagen Erwin Kompanje vom Naturhistorischen Museum Rotterdam und Jelle Reumer von der Universität Utrecht. Und die Lyme-Krankheit - so eine andere Bezeichnung - zog er sich schon vor seiner langen Forschungsreise zu.

Typische Symptome für eine Borreliose

Erwin Kompanje und Jelle Reumer haben alle Schriften von und über Charles Darwin nach Hinweisen auf mögliche Erkrankungen durchsucht. Und sie kommen zu dem Ergebnis, dass Darwin schon vor seiner legendären Forschungsreise mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert war.
"Darwin reiste damals durch England und Wales, sammelte Insekten, schoss Vögel und analysierte Gestein" schreiben die Forscher. "Und war dabei dauernd der Gefahr von Zeckenbissen ausgesetzt. Es gab viele Gelegenheiten, sich zu infizieren."
Nach Ansicht der Forscher passen viele der Symptome, unter denen Darwin litt, zur einer Borreliose-Infektion - Schwindelgefühle, Kurzatmigkeit, zitternde Hände. Und all diese Symptome kamen und gingen wieder. Typisch für die tückische Krankheit, die damals auf den britischen Inseln weit verbreitet war.

Frühe Infektion in Großbritannien

Darwin war schon krank, als er die lange Forschungsreise mit der HMS Beagle antrat, glauben die niederländischen Forscher. Allerdings waren die Symtome damals noch nicht so stark wie in der zweiten Hälfte seines Lebens.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Darwin bereits in Großbritannien durch einen Zeckenbiss infiziert hat, halten wir für deutlich plausibler als die Wahrscheinlichkeit, dass er sich während seiner Reise nach Südamerika mit der Chagas-Krankheit angesteckt hat", schreiben die Forscher.
Charles Darwin lebte in der zweiten Hälfte seines Lebens sehr zurückgezogen. Er verließ sein Haus in Kent nur noch selten und war ständig krank. In seinen Notiz- und Tagebüchern finden sich zahlreiche Aufzeichnungen über Herzschmerzen, Blähungen und Durchfallerkrankungen.
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