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Afrikas Urvölker haben sich regelmäßig genetisch vermischt

Afrikas Urvölker haben sich regelmäßig genetisch vermischt
Eine neue Genstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Urvölker Afrikas regelmäßig Kontakt hatten und wahrscheinlich von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen.
Symbolbild
Die Jäger und Sammler, die vor mehr als 40.000 Jahren in Afrika gelebt haben, waren großflächig vernetzt, hatten in einigen Gebieten regelmäßig Kontakt und haben sich auch untereinander vermischt. So lautet das Ergebnis einer neuen Gen-Studie, die bei einer Tagung der "American Society of Human Genetics" in San Diego vorgestellt wurde.
Sarah Tishkoff, eine Humangenetikerin an der Universität Pennsylvania, und ihre Kollegen haben 180 Genome von einem Dutzend ethnischer Gruppen in Afrika analysiert. 25 Prozent davon waren bislang vollkommen unbekannt. Und was die Forscher herausgefunden haben, sorgte bei einigen Kollegen für Stirnrunzeln.

Sehr alte gemeinsame Vorfahren

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie, die noch in keinem Fachmagazin veröffentlicht wurde:
- Die heute noch existierenden Jäger und Sammler-Völker der San und Baka-Pygmäen waren vor 40.000 Jahren die dominierenden Volksgruppen in Afrika. Ihre Populationen waren doppelt so groß wie die anderer Ethnien. Und wie es aussieht, haben sich ihre Siedlungsgebiete in einigen Teilen Ost- und Südafrikas überlappt.
- Die Völker der Hazda und der Sandawe stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab, der in den letzten 30.000 Jahren gelebt hat. Außerdem haben sich die Hazda, die San und die Baka in den vergangenen Jahrtausenden regelmäßig vermischt.
"Unsere Daten lassen vermuten, dass die heutigen Jäger und Sammler-Gruppen in Afrika sehr alte gemeinsame Wurzeln haben", sagt Sarah Tishkoff.

Die genetische Geschichte Afrikas ist nahezu unerforscht

Bislang ging man davon aus, dass die frühen Jäger und Sammler-Kulturen in Afrika weit verstreut und isoliert voneinander lebten. Dass sie sich vor 30.000 bis 40.000 Jahren Siedlungsgebiete teilten und untereinander vermischt haben, ist eine neue Erkenntnis.
Einige Forscher sind deshalb noch skeptisch. Denn bisherige genetische Studien und archäologische Funde haben keinerlei Hinweise darauf geliefert, dass die afrikanischen Urvölker Kontakt zueinander hatten oder gemeinsamen Nachwuchs zeugten.
Für Deepti Gurdasani, Genetikerin am Wellcome Sanger Institut in Großbritannien, ist das allerdings keine große Überraschung. Schließlich sind die Genetik und die prähistorische Geschichte Afrikas nahezu unerforscht. Gurdasani in einem Statement für die Presse: "In Afrika gibt es nichts, was unmöglich ist. Wir wissen ja nicht mal, was die Menschen dort vor 5000 Jahren getan haben."
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Die darwinistische Erklärung dafür, warum Lebewesen das, was sie tun, so gut können, ist sehr einfach. Sie sind gut durch die angehäufte Klugheit ihrer Vorfahren.
Richard Dawkins

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